„Mardi Gras“ – Fat Tuesday oder Fetter Dienstag …

…es ist wieder so weit, die Karnevalszeit ist in vollem Gange und der „fette Dienstag“ fällt in diesem Jahr auf den 5. März. Speziell werden mit „Mardi Gras“ in den USA die Feierlichkeiten in den Städten New Orleans und Mobile (Alabama) verbunden.
Mardi Gras ist die französische Bezeichnung für den Faschingsdienstag und bezeichnet die Faschingsfeste zwischen dem 11. November und Aschermittwoch.

Seit wann wird Mardi Gras gefeiert?

Gegründet wurde New Orleans von französischen Siedlern, welche den Karneval und ihre Bräuche mitbrachten. Um die Rechte Frankreichs zu wahren wurden französischstämmige Katholiken ins damalige Louisiana (Teile die heute die Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana umfassen) entsandt. Am 2. März 1699, an Rosenmontag, erreichten sie die Mündung des Mississippi River. Einen Tag später, am 3. März 1699 – an Mardi Gras – schlugen sie stromaufwärts an einem kleinen Nebenfluss ihre Schlaflager auf. Dieser Ort wurde als „Point du Mardi Gras“ (Punkt/ Ort des Mardi Gras) bezeichnet und der Nebenfluss bekam den Namen „Bayou Mardi Gras“ (Fluss des Mardi Gras). Dieser Fluss befand sich ca. 100 Kilometer stromabwärts vom heutigen New Orleans.

In Mobile, Alabama wurde das erste Mal in 1703 Mardi Gras gefeiert. Um 1700 brachen in Mobile mehrjährige Kämpfe zwischen den Einheimischen und den Franzosen aus, aus denen kein Sieger hervorging. Die Franzosen waren sehr froh, dass sie danach, 1703, wieder in Frieden Mardi Gras feiern konnten.

Mardi Gras in New Orleans – Wie wird gefeiert?

Es gibt viele und riesige Paraden. Die Menschen verkleiden sich in den Mardi Gras Farben. Einige fahren auf den sogenannten Floats (Flöße, Umzugswagen) mit und wieder andere stehen am Rand, schauen zu und feiern. Es gibt die unterschiedlichsten „Party“ Wagen mit verschiedensten Musikrichtungen. Zwischen den Umzugswagen finden immer mal wieder Auftritte von Tanzgruppen statt.
Auf der Bourbon Street und allgemein im French Quarter in New Orleans ist die Hölle los. Da kann es auch schon mal vorkommen dass die eine oder andere Lady ihr Shirt hochreißt um an die beliebten Perlenketten zu kommen.

 

Warum wird man eigentlich mit Perlenketten beworfen?

Eine der wohl bekanntesten Traditionen von Mardi Gras ist das Werfen von Perlenketten – den sogenannten „Mardi Gras Beads“ oder „Throws“. Die begehrten Perlenketten werden in die Zuschauermenge geworfen, außerdem schmücken sie Bäume, Häuser und auch Balkone – sie sind ein beliebtes Souvenier. Ich erinnere mich noch an meine erste Mardi Gras Parade – ich habe so viele Perlenketten gefangen und mir um den Hals gebunden, bis es zu schwer wurde und ich den Kopf nicht mehr heben konnte.
Früher waren die Ketten noch aus Glas, was sich jedoch als unvorteilhaft herausstellte. Heute werden sie aus Plastik gefertigt. 

Kostüme und Masken.

Eine Verkleidung ist Pflicht – vor allem wenn man auf einem der begehrten Umzugswagen mitfährt und Perlenketten an die Menge verteilt. Masken, Perücken, Federboas, Verkleidungen jeglicher Art – stehen auf der Tagesordnung.

 

King Cake – die Mardi Gras Leckerei!

Lokal wird der King Cake als die Köstlichkeit des Mardi Gras bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen oval geformten, geflochtenen Hefekuchen, gefüllt mit einer Mischung aus braunem Zucker, Zimt, Pekannüssen und Butter – gekrönt mit einem Zuckerguss in den Farben lila, grün und gold. Und süß, sehr süß (zu süß).
In jedem King Cake versteckt sich traditionell ein kleines Jesuskind. Derjenige der dieses Baby in seinem Kuchenstück findet, darf sich „King of the Day“ nennen und auch sogleich einen neuen Kuchen besorgen. Das Rezept für den Kuchen stammt von den französischen Einwanderen. Ich schätze dass zu  Mardi Gras  allein in New Orleans King Cakes in 6-stelliger Höhe verkauft.

 

Warum die Farben Lila, Grün & Gold?

Seit dem Jahre 1872 sind die offiziellen Farben von Mardi Gras Lila, Grün und Gold. 
Die Farbe Lila steht für Gerechtigkeit (Justice). Grün symbolisiert Glauben (Faith) und die goldene Farbe steht für Kraft (Power).
Die Farben wurden bereits von der Krewe Rex, der ältesten Karnevalstruppe in New Orleans, als die „Mardi Gras Colors“ eingeführt.
Während der gesamten Karnevalszeit finden man sämtliche Dekorationen in den Mardi Gras Farben.

Die Tradition „Flambeaux“

Eine weitere Traditon des Mardi Gras sind die Fackelträger. Sie ziehen wenn es dunkel wird durch die Straßen und erzeugen mit ihren Fackeln eine mystische Stimmung. Während des Festumzuges werden die Fackeln gedreht und durch die Luft geworfen – während dazu getanzt wird. Es gleicht heutzutage einem Showact.
Früher wurden die Fackeln von Sklaven und freien Afroamerikaner durch die Stadt getragen. Es diente dem Geldverdienen, denn die Zuschauer warfen ihnen Geld zu um sie dafür zu bezahlen, dass sie dem Festumzug den Weg leuchteten.

Puppy Parade? Hä? Hundeparade … ? Ja!

Diesen Part überlasse ich Sam.

Sam´s "Know-Wow"

Jetzt möchte ich auch endlich zu Wort kommen! Wie ihr ja wisst sind wir in Amerika und hier gibt es doch tatsächlich eine „Puppy Parade“ – einen Festumzug nur für Hunde. Verrückt, oder? Die Kumpelinen und Kumpels sind alle verkleidet und ich glaube am Ende des Tages wird eine Siegerin bzw. ein Sieger gekürt.
Ob ich da auch mitmache? Na, was denkt ihr? Ich bin mir ja sicher, dass ich die besten Chancen auf den Sieg hätte… aber nein. Ich trage manchmal, nur zu ganz besonderen Anlässen, meine rote Fliege. Charmeoffensive.